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Integration wasserführender Kaminofen
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08.01.2009, 09:57:41
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Hallo zusammen,
nach dieser Heizperiode möchte ich meine bisherige Heizungsanlage mit Öl-Heizkessel (Buderus G115) um einen wasserführenden Kaminofen zur Heizungsunterstützung ergänzen. Zur Installation habe ich allerdings noch Fragen:
1.) In fast allen Installationsschemata, die ich mir bisher angesehen habe, ist ein Warmwasserspeicher in der Anlage verbaut. Muss ich diesen unbedingt haben oder geht es - vorausgesetzt der Kaminofen ist incl. aller Sicherungseinrichtungen fachmännisch installiert - auch ohne? Die Warmwasserbereitung läuft in meinem Haus elektrisch und ein Speicher lohnt sich ja eigentlich nur, wenn man Heizung und Warmwasser damit macht.
2.) Laut Herstellerangaben ist eine Rücklaufanhebung zwingend vorgeschrieben. Allerdings ist nicht präzise angegeben, wo im Kreislauf diese sitzen muss. Verstehe ich die Funktion richtig, müsste das Bauteil in der Nähe des Kaminofens sitzen, um während der Aufheizphase des Kaminofens das Wasser zunächst im "kleinen Kreislauf" zirkulieren zu lassen, bevor dann das warme Wasser in den Heizkreislauf eingespeist wird.
3.) Eine thermische Ablaufsicherung ist natürlich ebenfalls ein muss. Bisher habe ich nur Modelle gefunden, bei denen ein Kaltwasserzulauf erforderlich ist. Gibt es auch Modelle, die keinen Kaltwasserzulauf benötigen, sondern lediglich den Überdruck abbauen oder ist das technisch nicht möglich bzw. sogar zu gefährlich?
Vielen Dank für Eure Hilfe,
zimmers
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08.01.2009, 17:00:29
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3. ist einfach ..... nein das gibt es nicht. Kaltwasserzulauf ist immer nötig.
"Überdruck" ablassen ist schlecht weil das Wasser dann im Heizkreislauf fehlt. Auserdem geht es nicht um Druck, sondern um Temperatur.
1. Ja das geht mit einer guten Steuerung. (Ich hoffe du verwechselst nicht Warmwasserspeicher mit Pufferspeicher aber, selbst dann geht es )
2. Rücklaufanhebung .... ja die sollte schon sein.... ob zwingend vorgeschrieben sagt der Hersteller.
Rücklaufanhebung: Kann mit einer Pumpe, mit einem 4- Wegemischer oder mit einer Schaltung der Heizkreispumpe die erst bei einer gewissen Temperatur anspringt realisiert werden.
Nun sind wir wieder bei Punkt1 angelangt, das kommt auf die Steuerung an.
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08.01.2009, 21:57:08
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Vielen Dank für die Informationen. Was die thermische Ablaufsicherung angeht, muss ich dann wohl schauen, dass ich irgendwo einen Kaltwasserzulauf an den Standort des Kaminofens herbei zaubere.
Zur Steuerung wollte ich meine "alte" Logamatic 2107 des Ölbrenners weiterverwenden. Die besitzt schon Pumpenlogik. Zusätzlich wollte ich noch am Vorlauf des Kaminofens einen Anlegfühler installieren, der ebenfalls mit der Pumpe verbunden wird und diese auch temperaturabhängig steuert, sollte die Ölheizung mal aus und der Kaminofen an sein. Meinst Du, das genügt oder sollte ich an der Regelung grundlegend noch etwas verändern? Für die Logamatic 2107 gibt es ein Ergänzungsmodul für Solaranlagen. Könnte man das u.U. zukaufen und zweckentfremden?
Als Rücklaufanhebung hatte ich an einen ESBE TV25 Mischer gedacht, der temperaturabhängig schaltet und wollte diesen in der Nähe des Kaminofens einbauen, um eine relativ kurze Aufheizphase des Kaminofens zu bekommen.
Nochmal Danke und schönen Abend,
zimmers
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09.01.2009, 10:17:55
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Ich würde mir erst mal ein "Rohrschema" erstellen, danach festlegen was, wie gesteuert werden soll.
Dabei kannst du dann sehen ob alle überhaupt funktioniert.
Nicht das z.B. dein Ölheizung ausversehn in den Ofen pumpt und den aufheizt.
Vom Grundsatz her sollte die Ölheizung ausgehen wenn der Ofen an ist, sonst wirst du sehr schnell erfahren für was die thermische Ablaufsicherung ist.
Ob ein Mischer sinnvoll ist, kann ich von hier aus nicht sagen, die meisten Steuerungen können keinen 2. Mischer ansteuern.
Wenn die Pumpe vom Ofen erst bei z.B. 50°C anspringt das sollte reichen und ist einfacher her von der Steuerung (oder mit Anlegefühler arbeiten.
Wenn deine Ölheizung einen Vorlauffühler hat und der Ofen dahin Pumpt, sollte die Heizung auch ausgehen.
Mach die am besten ein Schema das kannst du dann prüfen lassen ob es funktioniert. Einfach irgendwo was anklemmen und drauflosbauen geht meistens schief.
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09.01.2009, 17:43:05
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Das Schema habe ich jetzt fertig: klick. Hatte mich bisher nur nicht dran gemacht, weil mir noch zu viele Unsicherheiten in der Sache waren. Grau ist das alte System, blau was zusätzlich nötig ist. Zwar habe ich über 30 Jahre Haustechnik betreut, repariert und gewartet und auch unsere bisherige Ölheizung komplett selbst installiert und anstandslos abgenommen bekommen, aber das schließt ja nicht aus, dass ich da einen dummen Fehler einbaue und ich lerne auch in meinem Alter gerne noch dazu... .
Vorlauffühler hat meine Ölheizung leider nicht, aber sie sollte ja trotzdem aus bleiben, wenn der Ofen läuft, weil der Rücklauf ja auch noch genügend Restwärme in den Kessel transportieren sollte.
Was meinst Du zu dem Schema?
Gruß,
zimmers
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07.01.2010, 12:04:38
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Hallo erstmal. Ich habe mich hinlänglich mit dem Thema Wasserführende Kamine beschäftigen musssen, da ich selber einen in meine Heizungsanlage integriert habe.
Zu Punkt 1.: Wie wird denn dein Warmwasser erzeugt. Dafür lohnt es sich auf jeden Fall, einen kleinen Puffer mit einzubinden, der ja nicht generell zur Warmwasserbereitung verwendet wird. Das ist sehr leicht über ein 3-Wege Ventil zu regeln.
Zu Punkt 2.: Bei der Rücklaufanhebung geht es hauptsächlich um Ablagerungen im Kamin (Brennraum und Wärmetauscher). wenn dieser nämlich plötzlich stark abgekühlt wird, setzt dort eine starke ruß und Teerbildung ein, was schnell zur Minderung der Wärmeübertragung führt. Dort ist es sinnvoll einen Kreislauf mit einem Mischautomaten (also dein ESBE TV 25 Type 465) derart auszustatten, dass die Temperatur des in die Wassertasche einfließenden Wassers mindestens 55° (oder den Herstellerangaben des Kamins entsprechend) beträgt. Damit wird in der Anlaufphase der "innere Kreislauf" zunächst erhitzt und aus dem "äußeren Kreislauf", also aus dem Heizungskreislauf "kaltes" Wasser zugeführt genügend Wärmeenergie zur Verfügung steht. Die Umwälzpumpe sollte nicht bereits bei 50°C anspringen, es sei denn du hast eine Fußbodenheizung. Normale Flächenheizkörper benötigen Vorlauftemperaturen von mindestens 50°C um effektiv zu sein, ältere Röhrenradiatoren sogar 60 - 70°C.
Also solltest du je nachdem, wie deine Heizkreisarchitektur aussieht diene Umwälzpumpe (bzw die entsprechende Steuerung) einstellen.
Damit dir der Ölkessel nicht in den Kamin heizt solltest du auch dort ein 3-Wege Ventil einbauen, welches gleich mit der Umwälzpumpe des Kamins geschaltet ist, damit der Kamin seine Wärme los wird.
Die Thermische Ablaufsicherung, um zu Punt 3 zu, ist eine sehr sehr sinnvolle Erfindung das durfte ich bereits selber erleben), denn, so selten es auch eintrifft, stelle dir nur den Fall eines Stromausfalls, einer unbemerkten Störung deiner Steuerung oder der Umwäzpumpe vor. Du feuerst den Kamin so richtig an, damit du es schön warm hast, die Wassertasche mit dem sich darin befindlichen Wasser erhitzt sich auf über 100°C. Das heißt bei einer durchschnittlichen Wassertasche sind das 15 - 20 Liter Wasser. Diese sagen wir 15 Liter werden zu sage und schreibe 25.500 Liter Wasserdampf. Ja, gut 25m³... die auf einmal in deinem Keller oder Wohnzimmer oder wegen meiner auch nach draußen über ein Druckausgleichsventil ausströmen. Riesen Sauerei oder Verbrühungsgefahr... Die Thermische Ablaufsicherung sorgt bereits vorher für eine Kühlung der Wassertasche, sodaß es nocht soweit kommt. zudem sind die Wassertaschen /Wärmetauscher nicht leer zu betreiben, da eine Zerstörung des Materials die folge sein könnte.
Zugegeben, eine geringe Bedrohung, aber vorhanden.
Die Steuerung über eine alte Heizungssteuerung ist denke ich gar nicht so verkehrt. Ein Solarmudul dafür zu besorgen, denke ich aber nicht. In den meisten fällen reicht ein Temperaturdifferenzschalter der bei ebay als Solarsteuerung für unter 10€ zu haben ist aus, vorausgesetzt man hat eine Vergleichstemperatur, also ein Puffer z.B..
Ob das mit der Logamatic so funktioniert wie du dir das vorstellst, kann ich nicht sagen, aber ich denke da es eine Steuerung für bodenstehende Kessel ist und auf der Außwertung diverser Kriterien (Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur, Außentemperatur und vermutlich der Kesseltemperatur beruht kann es zu Problemen führen. Sollte deine Wärmeabgabe innerhalb des Heizkreises zu gering sein könnte die Umwälzpumpe ausgeschaltet werden, folge, die Thermische Ablaufsicherung wird sich melden. Die Außentemperatur könnte derart hoch sein, dass die Umwälzpumpe gar nicht erst anspringt oder oder oder. Am besten ist einfach ein Schaltthermostat und eine ungeregelte Umwälzpumpe. Da kann am wenigsten kaputt gehen und die Anschaffung kostet nicht viel. Die Steuerungsvariante kannst du dan immernoch versuchen.
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10.02.2010, 14:01:17
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Hallo, habe am Freitag das ORANIER Buch zu Planung und Technik von wasserführenden Öfen bekommen. Richtig dicke Schwarte mit Schaltplänen, Berechnungen, Erklärungen und Tipps.
Hat jemand Erfahrung damit? Kann man sich darauf verlassen?
Gruß
Klaus
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