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Ölbrennerdüsengröße? Gelbbrenner? Blaubrenner?
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28.12.2008, 20:00:52
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Hallo allerseits
Hab eine M.I.E. Heizung (aus dem Praktiker Baumarkt) Baujahr 2002 mit einer Buderussteuerung von meiner vorherigen Heizung. In letzter Zeit hat diese des öfteren (fast täglich) abgeschaltet. Hab also den Brennraum und die Brennerdüse gereinigt, hat aber nix gebracht. Daraufhin Heizungsbauer: hat eine neue Brennerdüse eingebaut, hat auch nix gebracht, er kam nochmal. Hat dann eingestellt und eingestellt bis es wieder ging, aber die Werte seien jetzt so schlecht, daß der Kaminkehrer die Heizung nicht mehr abnehmen wird. Aber er hätte da nen gebrauchten Blaubrenner und die Gelbbrenner sind eh alle schlecht und den könnte er mir für 800 Euro einbauen. Hab dann bei ebay geschaut, da gibt es wohl gebrauchte gute Blaubrenner für 200 Euro. Nochmal nen Heizungsbauer gefragt, der meinte Gelbbrenner seien oft genausogut wie Blaubrenner und nicht so laut, und er hätte da zufällig einen (50 Euro + Einbau), den er mir einbauen könnte. Hab dann nochmal nen Heizungsbauer gefragt, der meinte es kommt sehr auf den Kessel an und es könne auch mit nem neuen Brenner nicht funktionieren. Ein anderer meinte daß der schlechte Abgasverlust durch die neue Brennerdüse, die um 0,5mm (glaub ich) größer war kommen kann und das man das mit einer kleineren Düse eher hinkriegt (mein Heizungsbauer hat beim Einbau den Öldruck etwas reduziert zum Ausgleich und meinte die unterschiedliche Größe macht gar nix). Ich fühl mich ziemlich verarscht und hätte gern mal eine sachliche Meinung, denn bei den Heizungsbauern hab ich das Gefühl jeder erzählt das was er verkaufen will. Ich weiß nämlich grad gar nicht was ich jetzt machen soll. Einen Brenner bei ebay kaufen und selber einbauen scheint auch schwierig, denn man weiß wohl nie ob der passt und dann muß ihn auch noch jemand einstellen. Oder erst mal kleinere Öldüse einbauen, aber zum Einstellen brauch ich ja leider immer nen Heizungsbauer. Bin auch gerne für mehre Meinungen dankbar
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29.12.2008, 01:04:05
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Hallo,
vorab: ich bin kein Profi, kann aber hier mit fühlen und nehme meinen (guten) Heizi auch gerne mal an die Hand und konfrontiere ihn mit anderen Meinungen. Die Jungs müssen ja Geld verdienen und haben meist nicht die Zeit, sich mit den Ängsten und Nöten der Kunden auseinander zu setzen. HZ läuft und weg; aber ob sie gut bzw. optimal läuft...?
Wenn der Kessel gereinigt u. Ok ist, sollte es mit dem Brenner gelingen, wieder auf vernüftige Werte zu kommen. Über die Öldüsengröße und den Ölpumpendruck wird die Leistung des Wärmeerzeugers eingestellt. Da sollte es Tabellen in den Unterlagen der HZ (besser: des Brenners) geben.
Den funktionellen Unterschied Blau-/Gelbrenner kann man sich bei gängigen Herstellern im Internet erklären lassen. Ein Blaubrenner dürfte die bessere Wahl sein, da er russfrei und mit geringerer Abgastemperatur arbeitet; ist heute auch Standard.
Aber so schlecht sind die Gelbbrenner ja nicht. Bei einer Differenz von 800,- zu 50,- inkl. Einbau, sollte man überlegen, ob der blaue die ca. 1700l Öl für die Preisdifferenz wieder einspart.
Vielleicht kann man ja mit dem 50,- Heizi einen Wartungsvertrag inkl. Störungsbeseitigung über mind. 1J. abschliessen (ca.130,- bis 160,-). Dann kann man davon ausgehen, dass er keinen Schrott einbaut, da er ja kostenfrei entstören und einmal warten/reinigen muss.
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30.12.2008, 01:05:07
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erstmal vielen dank für die Antwort.
Hab inzwischen rausgekriegt, die alte Düse war 0,45 die neue 0,50
auf einem alten Messzettel von 03, also kurz nach Einbau der Heizung, hab ich gesehen, daß wohl damals die Werte schon nicht der Renner waren (Abgastemp 209 Grad, Abgasverlust 12%). werd mich auf jeden fall auf die Suche nach nem neuen Heizi machen, ist aber hier nicht so einfach.
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01.01.2009, 16:40:31
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Nochmal hallo,
also die 12% Abgasverluste und über 200°C Abgastemperatur sind für einen Kessel von 2002 katastrophal. Da haben ja 20J. alte Systeme besserer Werte.
Hier brauchst Du einen wirklich guten Profi. Beim neuen Brenner sollte man wohl einen Blaubrenner nehmen; das bringt ein zwei Prozentpunkte weniger Verluste. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit mit Regulatoren in der Abgasanlage, um die Abgastemperatur zu verringern. Aber das muss sich ein Profi vor Ort anschauen. Wenn der Kessel oft anspringt und nur kurz läuft, kann man die Leistung reduzieren, was sich auch geringfügig auf die Abgastemperatur auswirken kann.
Ein Blick auf das letzte Protokoll vom Schorni wird zeigen, dass die Anlage max. 11% Abgasverluste erzeugen darf, sonst gibt es Ärger bei der nächsten Messung. (Das können teure 20% auf alles werden).
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06.01.2009, 11:45:54
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Hallo,
dein Problem mit der M.I.E. Heizungsanlage ist mir wohl bekannt, da ich selber Besitzer eines solchen Sorgenkind's bin.
Als erstes zu der hohen Abgastemperatur:
da gibt es eigentlich nur zwei logische Erklärungen. Entweder ist die Brennerleistung (Düse) viel zu groß für den Heizkessel/ Wärmebedarf oder der Kessel ist schlecht gereinigt. Das gute Stück lässt sich aber auch sehr bescheiden reinigen bzw. ist im oberen Teil des Ofens noch eine Reinigungsöffnung, die leicht übersehen wird und somit der Ofen an dieser Stelle dreckig bleibt. Die Folge wäre, dass die heißen Abgase am Gußmetall vorbei rauschen und kein Wärmeaustausch stattfinden kann.
Ok, ich will jetzt nicht mit Fachchinesisch langweilen, ist aber eigentlich ein sicherer Tipp weshalb die Abgaswerte so schlecht sind.
Nun zu den häufigen Störungsfällen.
Ein ganz großer Störfaktor an diesem Brenner sind die Zündelektroden, sie brennen recht schnell runter und schon reicht der Zündfunke nicht mehr zum Ölnebel entzünden.
Des weiteren ist sammeln sich bei häufigerem Betrieb (Wintersaison) immer etwas Vebrennungsrückstände an de Stauscheibe, weswegen der Ölnebel nur geringfügig schlechter verwirbelt wird, deshalb aber keine Zündung stattfinden kann.
Klingt vielleicht alles etwas blöd, sind aber alles Erfahrungswerte aus vielen Stunden vorm kalten Ofen
Bei Fragen einfach 'ne Mail an:
TinyTim76@hotmail.de
Viel Glück beim schrauben und sauber machen.
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06.01.2009, 23:08:46
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Nochmal hallo,
@Noeppes
Die Geschichten sind deckungsgleich, es scheint der selbe Initiator zu sein.
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25.03.2009, 23:41:25
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Hallo, ein Ölbrenner der nicht rennt?
Sowas sollte es bei Wartung von einem Fachmann nicht geben!
Auch die Unterschiede zwischen Blau und Gelbbrenner sollte man nicht verwerfen, haben Blaubrenner auf jedem Fall die besseren Werte, jedoch nur bei guter Einstellung.
Gelbbrenner kann man auch bei guter Einstellung top einstellen, eben mit leichtem Ruß, aber 5% Abgasverlust je nach Kessel sind gut möglich.
Deine Abgastemperatur mit 209°C ist eindeutig zu hoch. Reinige den Ofen nochmals peinlich sauber, denn jeder mm Ruß schraubt die Temperatur hoch und den Verlust auch.
Da deine Anlage von 2002 ist, solltest du mal überprüfen, inwieweit dein Brenner überhaupt brennfähig ist. In meinen betreuten Anlagen werden nach 5 Jahren immer die Brenner generalüberholt. Das heißt, komplett den Brenner zerlegt in alle Teile, gereinigt, Teile geprüft und nachgemessen, Steuergerät überprüft und alles wieder zusammengebaut. Ich benötige dafür ca. 5 Stunden und der Brenner sieht fast aus wie neu und brennt auch wie ein neuer. Die einzigen Störungen sind leere Öltanks, andere Störungen gibts dann in der Regel nicht mehr, sind nicht bei mir vorgekommen. Dazu musst du aber Sachkundig sein!
Viele Firmen stellen nur ein und fertig. Schau dir mal dein Lüfterrad an, daran erkennst du wie gearbeitet wurde, die meisten reinigen das nie.
Auch brennen Brenner mit kleinen Düsen und höheren Drücken wesentlich besser als große Düsen mit niedrigem Druck. Da ist die Zersteubung enorm besser.
Wieviel m² musst du denn beheizen? Wieviele Etagen hast du und aus welcher Region kommst du?
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19.12.2009, 10:32:37
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Hallo !
Irgendwie kommt mir das alles hier sehr bekannt vor.
Ich habe eine Buderus Lagomat Heizung aus dem Jahr 1986.
Verbaut ist ein Blaubrenner von MAN. Ständig Probleme. Störung, Super schlechte Messwerte, ständig ist irgendwas defekt.
Der Brenner wurde schon über 4 mal repariert und hat mich unterm Strich mehr als 470 Euro gekostet.
Ständig Düsenprobleme, verbrannte Zündkontakte usw.
Jetzt habe ich die Schnauze wirklich voll. Es ist wieder was defekt.
Irgend so ein Fühler für die Öltemperatur. Kostenpunkt 300 Euro.
Es ist eine bodenlose Frechheit der Heizungsfirma ständig meinen alten Brenner reparieren zu wollen.
Ich habe jetzt einen Blaubrenner bei Ebay Baujahr 2005 für 280 Euro inklusive Bescheinigung aller Wartungen, Messprotokolle und in einem Top Zustand gekauft.
Wenn meine Heizungsfirma Mann gewesen wäre, hätte mich der Kundendienst auch darauf aufmerksam machen können, das sich das ganze nicht mehr rentiert und es gebrauchte Brenner auf dem Markt gibt.
Ich habe den Brenner selbst eingebaut, den Ölfilter gereinigt, den Kessel geschrubbt.
Und siehe da....Top Messwerte !! Alles IO. Heizung läuft Prima.
Kostenpunt? Nur den neuen gebrauchten Brenner.
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19.12.2009, 12:42:17
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@Michael1974
Gut gemacht!
Im Selbsterhaltungstrieb der SHKler wird der Heimwerker ja immer als Pfuscher hingestellt. Selber basteln die Jungs aber auch an Elektrik, oder leisten Maurer- und Malerarbeiten; zumindest privat.
Wenn man in den Foren liest, was die Profis alles abliefern, ....
Aber da soll der Kunde mal ein Auge zu drücken, dem Handwerker noch die fünfte (bezahlte) Chance geben, ...., und wenn der teure Werkskundendienst kommt, war es nur eine kleine Einstellung. Egal, Geld verdient und kostenlose Nachhilfe erhalten.
Und wie du zeigst, geht es auch anders. Trotzdem solltest du die Einstellung des Brenners mit Messgerät durchführen - zwangsweise durchführen lassen - damit der Kessel nicht verrußt.
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28.12.2009, 05:04:04
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Interessant wäre im Zusammenhang mit den hohen Abgastemperaturen mal der Zug im Schornstein. Ist der Unterdruck zu groß werden die Abgase so schnell durch den Kessel nach draussen gesaugt, dass sie gar keine Chance haben ihre Wärme an das Wasser abzugeben. Hier wäre dann ein Zugbegrenzer die Lösung.
@Gast über mir:
Wer seine eigene Heizung einbaut wird von mir sicherlich nicht als Pfuscher bezeichnet. Auch gestehe ich jedem Heimwerker das grundsätzlich benötigte handwerkliche Geschick zu. Was mir da eher Sorgen macht sind gewisse Verordnungsfallen und VDI-Fallstricke (DIN EN 1717 und DIN 2035 lassen grüßen). Ich als "Fachmann" kann da teilweise auch nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich ab jetzt für die Befüllung von Heizungsanlagen nur noch vollentsalztes Wasser nutzen darf und dieses nur über eine Füllkombi für 150 Euro zapfen darf.
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