ich habe eine Frage zur geplanten Modernisierung unserer Gas-Kombitherme in einem Reihenhaus mit knapp 100 qm bei 10 "normalen" Heizkörpern.
Derzeit haben wir eine Vaillant VCW184 16 kW (Bj. 1993) Kombitherme im Einsatz, die zwar noch heizt, aber beim Warmwasser starke Probleme macht. Das Warmwasser ist und soll weiterhin ohne Speicher erhitzt werden.
Unser Heizungsbauer hat uns nun ein Angebot für einen Buderus U154K gemacht. Dies ist ja ein herkömmliches Heizwertgerät, welches von der grundlegenden Technik her unserer alten VCW entspricht.
Auf meine Frage hin, wie viel mehr eine moderne Brennwertheizung (z.B. Buderus GB152) kosten würde, wurde mir ein Mehrpreis von 700 € genannt.
Bei diesem Mehrpreis ist neben dem Brennwertgerät auch das nötige Kunststoff-Abgasrohr mit dabei, das in unseren alten Kamin eingezogen werden muss.
Nun stellt sich mir die Frage, ob sich die Brennwerttechnik für uns lohnen würde. Wir haben keine Fußbodenheizung, sondern - ich sage mal - "normale" Heizungen, in manchen Räumen noch alte Guss-Heizungen (vorwiegend nur noch in den Räumen, die kaum beheizt werden).
In wie fern würde sich die Mehrinvestition von 700 € lohnen? Was würdet ihr machen?
Die jährliche Gaskosten bewegen sich derzeit im Rahmen von 600-700 €.
Jahresgaskosten von 600 - 700 € .
Das ist ja ein Traum !
Eigentlich kannst du gar keinen Fehler machen.
Und bei diesen Verbrauch wirst du auch bei einem Brennwertgerät kaum Einsparungen merken.
Weiterhin musst du noch beachten, dass du für den neuen Kamin eine Entwässerung ( Abfluß ) benötigst !
Interessanter als die Angabe der Energiekosten ist der Gasverbrauch, oder besser die Heizlast. 16kW für 100qm dürfte viel zu groß sein. Ein modulierendes Brennwertgerät wird pauschal 5-10% Einsparung bringen. Werden die Geräteeinstellungen an das Nutzungsverhalten angepaßt, ist noch mehr drin.
Die Gaspreise werden zukünftig anziehen und die Kostenersparnis durch reduzierten Verbrauch entsprechend steigen.
Brennwert lohnt sich immer, .................. vor allem für die Umwelt.
Sorry, die 100 qm habe ich überflogen.
Aber mal was anderes :
Du hast eine Wohnfläche von 100 qm und 10 !!! Heizkörper ?????
Richtig ist, dass bei 100 qm Wohnfläche 16 kw zu viel sind !
vielen Dank für die Hinweise schonmal.
Die angebotene Buderus U154K hätte sogar 20 kW (gibts wohl nicht kleiner). Das GB152 Gerät hätte wohl 16 kW. Beide sind meines Wissens nach jedoch modulierend, je nach Außentemperatur und evtl. auch nach Raumtemperatur. Stimmt es, dass die Brenntwertheizung (GB152) besser und weiter runder modulieren kann?
Also wir wohnen in einem Reihenhaus. Im Keller befindet sich ein Bad (hier sitzt auch die Gastherme) mit Heizkörper, sowie ein weiterer Raum mt Heizkörper. Im Erdgeschoss haben wir in Küche, Flur und Wohnzimmer je einen Heikörper. Im Obergeschoss nochmal in Kinderzimmer, Schlafzimmer, Flur und WC. Und dann noch einen im Dachgeschoss (unser Problemfall, hier wird wohl am meisten geheizt). Macht insgesamt 10 Heizkörper.
Genauen Gasverbrauch kann ich euch gerade nicht nennen, da ich auf der Arbeit bin.
Soweit erstmal die Infos von mir. Bin für weitere Hinweise und Ideen dankbar. Vor allem, welches Gerät würdet ihr nehmen und warum?
Bei Jahreskosten von 600 - 700 € wäre ein Gasverbrauch von ca. 1300 m³.
Kann man doch errechnen @ unreg. Gast
Und wie Steffen auch richtig erwähnt, sind die meisten Gastherme ohnehin schon modulierend !
Erkläre mir mal bitte, warum sich ein Gas - Brennwertgerät vor allem für die Umwelt lohnt....im Vergleich zu einer modulierenden Niedertemperatur Gastherme !?
Also auf jeden Fall Brennwert, wenn die Möglichkeit besteht ohne viel Aufwand das Kondensat abzuleiten. Die Therme aber nicht zu klein wählen denn : Das Warmwasser ist und soll weiterhin ohne Speicher erhitzt werden.
@Volleyball
Ich wundere mich über die Diskussion, bei Gas ist Brennwert Stand der Technik. Für den Eigenheimer ist Brennwert immer günstiger. Als Vermieter interessiert nur der Anschaffungspreis, aber wenn die Energiekosten dazu kommen...
1. Auch bei einer NT-Variante kann eine Schornsteinsanierung und Kondensatentsorgung erforderlich sein, oder welche Abgastemparatur soll gefahren werden? Edelstahl ist teurer als Kunststoff.
2. Der Modulationsbereich von Brennwertgeräten ist größer. Speziell in den Übergangszeiten, der längere Zeitraum der Heizperiode, läuft das effektiver Brennwertgerät dann noch sparsamer.
3. Umwelt: Das Brennwertgerät hat einen geringen Schadstoffausstoß, verbrennt weniger Gas und hat tiefere Abgastemparaturen.
Ist ja gut, wollte dir auch nicht zu nahe treten.
Ich bin ja auch für Brennwert .
Hat mich nur verwundert, dass du bei einem Jahreskostenpunkt von 600 -700 € noch nach einen Gasverbrauch fragtest. Aber egal.
Ansonsten schließe ich mich der Meinung von M.W. an. Sieht schon echt bescheiden aus, wenn man im Badezimmer nachträglich einen Abfluß für das Kondensat basteln muss !
Und da das Bad mit Gastherme auch noch im Keller sitzt, wird man wohl nicht ohne Stemm - und Aufbrucharbeiten zum erforderlichen Ziel kommen .
Aber das ist Geschmacksache und muss jeder selbst entscheiden.
Unter anderem wegen dem recht hohen Aufwand haben wir uns jetzt doch für die günstigere Heizwerttechnik entschieden.
Für die nächste Badsanierung merke ich mir vor, einen entsprechenden Abfluss setzen zu lassen, damit das für eine neue Heizung irgendwann einmal gerüstet ist.
Ich denke, mit der neuen Heizung werden wir auch schon einiges sparen, da sie bis 45% modulierend ist und außentemperaturgesteuert sein wird.
Man kann das Kondensatproblem auch anders lösen. Man ersetzt den Sifon des Waschtisches durch einen verchromten Kunststoffsifon mit Schlauchanschluss und bindet den Kondensatanschluss der Heizungsanlage an diesen an. Kosten Sifon: 10€, Kosten Schlauch: 15 €.
Tja, wenns nach mir gegangen wäre, hätte ich ja eher zu Brennwert tendiert. Aber dazu ist zu sagen, ich wohne noch im Hause meiner Eltern. Und wenn die beiden partout für die günstigere Heizung sind, weil die neue "nur" 10% einspart, hat der Sohnemann nicht mehr so viel zu sagen ;)
Was mich noch verunsichert hat, ist die relativ niedrige benötigte Rücklauftemperatur bei Brennwert, die wir wahrscheinlich nicht all zu oft erreichen werden. Und wenn sich dann die Mehrkosten erst nach frühestens 10 Jahren rechnen, kommt man ins Grübeln.
Waschbecken wäre auch nicht in der Nähe, nur eine Badewanne. Und da hätten einige Fliesen dran glauben müssen.
So, in der Hoffnung, dass in naher Zukunft keine Plaketten für Heizungen eingeführt werden, verbleibe ich. :)
So, es gibt doch noch Neuigkeiten.
Der Heizungsbauer hat sich heute mit dem für uns zuständigen Schornsteinfeger in Verbindung gesetzt. Dieser hat darauf hingewiesen, dass es bei unserem Schornstein (20x20cm) durchaus Probleme mit dem neuen Gerät, wenn auch nur Heizwert, geben könne und in diesem Falle eine Auskleidung mit einem Edelstahlrohr von nöten wäre. Probleme könnten sein, dass durch das doch etwas sparsamere Gerät die Abgase den Kamin/Schornstein angreifen können. Spätestens wenn hier gelbliche Ablagerungen oder gar Risse und Feuchte zu sehen ist, würde er uns dazu anhalten, den Kamin mit Edelstahl auszukleiden. Dies wäre dann mit Kosten von ~ 1400 € verbunden.
Habe dann selbst nochmal mit dem Schornsteinfeger telefoniert und mir die Sache erklären lassen.
Nach seinen Aussagen wäre die Wahrscheinlichkeit bei 90%, dass es Probleme mit dem Schornstein gibt. Außerdem setzen die meisten Leute mit Gas-Heizungen mittlerweile Brennwert ein.
Da das Risiko, dass es später Probleme gibt, zu hoch ist, sind wir nun doch auf Nummer sicher gegangen und haben die Brennwert-Variante bestellt. Ist zwar jetzt alles viel mehr Aufwand, da das Kunststoffrohr in den Kamin muss, ein Abfluss geschaffen werden muss, der Durchbruch zum Kamin erweitert werden muss usw., aber letztendlich sollte das doch das beste sein.
Ich hatte es ja bereits vermutet. Bei geringeren Abgastemperaturen und entsprechender Schornsteinhöhe kann es zu Kondensation kommen. Das Kuststoffrohr (LAS) ist günstiger als die Edelstahlausführung. Der Aufwand für das Einziehen ist vergleichbar. Die Kostendifferenz zwischen den beiden Heizungsvarianten wird so verringert.
Auf Dauer werdet ihr mit dem Brennwertgerät günstiger fahren. Laßt euch nach der Installation in die Bedienung und Funktion einweisen. Durch Anpassung der Einstellungen an die Nutzergewohnheiten und "richtiges" Heiz- und Lüftungsverhalten kann der Energieverbrauch weiter reduziert werden.
So, die Brennwerttherme hängt nun. Musste zwar doch einiges getan werden, ein paar Leitungen verlegt werden, aber letztendlich hat alles gut geklappt.
Einzig die Regelung (RC 35) musste unser Monteur nochmal mitnehmen, da die Wandbefestigungsplatte fehlte. Wird er nochmal beim Großhändler reklamieren. Bis Montag läuft die Therme somit nur mit dem BC10 im "Notbetrieb".
Was mir auffällt: Im Gegensatz zur alten Therme läuft die Umwälzpumpe fast ununterbrochen. Vorlauftemperatur ist auf 50-60°C eingestellt und die Nachlaufzeit der Pumpe auf 3 Min.
Das andere Problem: Der Abwasseranschluss ist noch nicht gesetzt. Wird auch am Montag gemacht. Es ist etwas problematisch, weil wir irgendwie nur Guss-Rohre als Abwasserrohre im Bad haben, ist alles net mehr das Neuste. Der Monteur wollte sich erkundigen, ob es evtl. ein Badewannensiphon mit entsprechendem Anschluss gibt. Ansonsten wären umfangreichere Stemmarbeiten mit weiterem Fliesenschaden kaum zu vermeiden. Das Abwasserroht geht nämlich blößderweise press an der Ecke bzw. am aufgemauerten von der Badewannenumrandung in den Boden.
Kennt jemand eine Lösung mit dem Badewannensiphon? Hersteller? Bezug?
Wenn der Bereich um den Abfluss offen ist, stell mal ein Bild hier rein.
Mit der Temperatur und Pumpemlauf warte bis die Regelung vollständg installiert und grob eingestellt ist. Laßt euch unbedingt von dem Erbauer die Anlage und speziell die Einstellmöglichkeiten für Zeitprogramme, Nachtabsenkung bzw. Nachtabschaltung und Kennlinieneinstellung zeigen und erklären. In der Bedienungsanleitung sollte es zusätzlich Hilfestellung geben.
habe mich jetzt mal im Forum registriert und ein paar Bilder gemacht. So wirklich viel sieht man vom eigentlichen Abflussrohr noch nicht, aber vielleicht kann jemand von euch was damit anfangen und noch bis morgen ein Kommentar hierzu abgeben.
@SteffenG
So wie ich es verstanden habe, liegt das schwarze Kunststoffrohr in der abgemauerten Wanneneinfassung. Letzten Bogen raus und dafür einen Abzweig rein? Es ist schwer zu erkennen, ob da noch Platz ist, um den Siphon zu drehen. Dann paßt da vielleicht noch was dazwischen.
Also so wie ich es verstanden habe, ist das Problem, dass das alles aus Guss ist und nicht der heutigen Norm entspricht.
Naja, mal schauen, was der Installateur morgen meint.
So, wir haben es jetzt recht einfach gelöst: Unter den Kondenswasserausgang der Therme wurde ein kleines "Tropfsiphon" bzw. ein kleiner "Tropftrichter" an ein dünnes Abflussrohr angeschlossen und dieses zur ca. 70 cm entfernten Badewanne verlegt. Am Ausgang hängt eine Schlauchtülle und an diesem ist ein Stück Gartenschlauch angeschlossen. Somit kann das Kondenswasser im Normalfall in die Badewanne fließen und, falls diese mal benutzt wird, der Schlauch auch rausgehängt werden, z.B. in einen Eimer. Wurde ordentlich gemacht und sieht besser aus, als es sich jetzt anhört ;)
Damit haben wir uns umfangreichere Stemmarbeiten erspart.
Sollte das Bad irgendwann mal saniert werden, wird dann selbstverständlich ein anständiger Abfluss gelegt.